Chronik des Reyches Nr. 276
ZU DEN GYSSEN (Gießen, Hessen)
Gegründet 30. 4. a. U 69 (1928)
Den ersten Versuch zur Gründung eines Schlaraffenreyches im profanen Gießen machten a. U. 66 (1925) Ritter der
hohen Reyche Francofurta, Chasalla und ein Junker des hohen Reyches Aurelia aquensis mit zwei in Gießen
seßhaften Junkern des hohen Reyches Nauinheimbia.Damals sollte das hohe Reych Chasalla Mutter werden.
Dieser Versuch scheiterte nach einigen guten Anfängen. Erst im Lethemond a. U. 68 (1927) gelang dann dem
Ritter Bonus und den beiden inzwischen zu Rittern geschlagenen Junkern des hohen Reyches Nauinheimbia
zusammen mit einem weiteren Junker die Gewinnung einer Anzahl geeigneter Gießener Sassen.
An der Spitze stand hierbei der erste OI der Colonie Rt. Muß Ran. Als OK überließ das nunmehrige
Mutterreych Nauinheimbia
der neuen Colonie den verdienten Ritter Jafett, der viel zu ihrer Erziehung beigetragen hat und neben
zwei weiteren Schlaraffen das erste Oberschlaraffat bildete.
Die Erhebung zur Colonie erfolgte am 30. 4. a. U. 69 (1928),
die Sanktion durch den
OoP der Allmutter am 11. 1. a. U. 71 (1930).
Das neue Reych entwickelte sich in den folgenden Jahrungen gut, seine Burg befand sich im Gebäude
des Gesellschaftsvereins (Club). Leider wurde diese schöne Burg a. u. 74 (1933) zerschlagen.
Nur wenige dem Reych heute besonders teure Insignien konnten zum Mutterreych hinübergerettet werden.
Auseinandergerissen, der Burg beraubt und auch von einigen bisherigen Sassen verlassen, vegetierte das Reych dahin.
Dass der schlaraffische Geist weiterlebte, davon legt die letzte 369. Sippung des Mutterreyches am 23. 2. a. U. 78 (1937)
Zeugnis ab, bei der noch 6 Ritter des Reyches anwesend waren.
Das Fortbestehen der Gemeinschaft auch nach Verlust der Burg beweist die Aufnahme des Knappen 18,
der später als Junker zum Mutterreych übersiedelte und dort a. U. 77 (1936)
zum Ritter von der Schwalm geschlagen wurde. Ihm war ein tragisches Schicksal beschieden.
Er ist heut ein Ehrenschlaraffe unseres Reyches!
Im Ostermond a. U. 89 (1947) regten sich wieder die schlaraffischen Geister, Initiator des Wiederbeginns war
der inzwischen nach Gießen verzogene R. Laridada des hohen Reyches Wormatia .
Ihm, dem späteren Vertoner des Klanges "Preis der Freundschaft", folgten viele der alten Sassen,
so dass das neue Oberschlaraffat mit den R. Stambulus, Kunzel und Laridada besetzt werden konnte.
Viele Jahrungen hindurch war der von der hohen Wormatia übersiedelte Rt. Alchemist Kantzler,
Rt. Schnüßchen Junkermeister und Rt. Tuterer Reychsschatzmeister.
Etwa seit a. U. 95 (1954) mehrte sich das Reych so erheblich, dass die ab a. U. 88 (1947) innegehabte Burg
im profanen Restaurant Tannhäuser nicht mehr ausreichte.
Das Reych bezog daher eine neue Burg in der Grünbergerstraße.
A. U. 92 (1951) hatte das Reych die Ehre,
Ziehmutter der h. Marpurgia Chattensis zu werden.
A. U. 98 (1957) wurde das Rech
selbst Mutter des werdenden Reyches Wetiflar.
Um beide Töchter hat sich der von der hohen Geraha kommende OÄ Kritiktator verdient gemacht.
Von den inzwischen in Ahall eingerittenen Erzschlaraffen sind die Namen Rt. Dessous,
Rt. Kunzel, Rt. Nix vor ungut, Rt. Tuterer, Rt. Aquama und Rt. Grafiküßchen besonders hervorzuheben.
Von Letzterem stammen die leider nur noch zu geringem Teil erhaltenen Ritterwappen der Erzschlaraffen und
der von ihm gestiftete Orden "Zu derer Frauen Lobe".
Die Burg in der Grünberger Straße wurde a.U. 109 aufgegeben.
Nach kurzen Zwischenlösungen fand das Reych einen guten Hort
im "Hessenhaus des Corps Teutonia" inmitten der Stadt und doch im Grünen.
Sesshaft in einer eigenen Burg wurde das Reych schließlich in der Hessenburg am Bantzerweg a. U. 132.
Das Reych entfaltete sich vortrefflich.
Vom künstlerisch gut fundierten Stadttheater fand mancher Pilger den Weg zu Uhu.
Renommierte Kunstsippungen erfreuen sich seit vielen Jahrungen weiter Anerkennung.
Durch eine Freundschaftskette, die einst von Erbhertzlichkeit Rt Laridada
und Rt Alchemist ins Leben gerufen wurde, ist die Verbindung zum Reyche Wormatia besonders rege.
Die Ritterschläge auf der über 700 Jahrungen alten Stammveste Burg Gleyberg,
die zusammen mit dem Fest der Gleybergritter alljährlich im Lenz celebriert werden, sind Höhepunkte der Jahrung.
Die mächtige Schar der eingerittenen Sassen geben diesem Fest betonten Ausdruck.
Seit den Tagen der Sanktion, die einst von Erbhkt Fichte der Allmutter Praga vollzogen wurde,
ist im Reych "In arte voluptas" hohes Gebot,
das den Gebenden und den Nehmenden alt zu werden und jung zu bleiben verspricht!